http://www.n0name.de/radio/radio_mobil.html


"Radio"mobil "Radio" Mobil "Radio" via Mobilfunktelefon "Radio" via Mobiltelefon "Radio" via Mobilfon



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/\ "RADIO" + "Radio"mobil
im Freien Radio Kassel, 105,8 Mhz
Laptop-"Plug-in"s, die Petition an Governor Leifeld
(documenta GmbH) & ueber den Sommer 2002
[800km von deiner Stadt entfernt. No Stream!]
mit Matze Schmidt, Woon Tien Wei + ein Freund
Mo., 22.4.2002
23-1 (?) Uhr MEZ
Call: +49(0)170/5370633 (D1)



"RADIO"MOBIL
0170/5370633
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/\ "Radio"mobil
Airwaves ist ein Kaugummi!
So., 24.2.2002
22-24 Uhr MEZ
+49(0)170/5370633 (D1)



Airwaves ist ein Kaugummi!

RadioHandyRadio


In einem Environment aus frischer, gruen-weisz-beig-rot-blauer Corporate
Identity. Auf dem Ruecken einer Jacke steht "FUTURE". Der Verkaeufer hat
seine 4monate alte Tochter auf dem Arm, er dreht seinen braungebrannten
Kopf zum Kunden. Hinter ihm das Plakat individuellen Tunings grenzenloser
Vernetzung. Auf der runden Theke liegt eine SIM-Karte. Auf ihr ist der
Cartoon mit dem Mann mit der Gurke in der Hand abgebildet, der sagt
"Bitte, Lieber Gott, lass sie klingeln!".

Ein paar thetische (All)Gemein*plaetze*: Raumwesen erobern Raum nicht, sie
stellen ihn zunaechst her, um ihn dann in Besitz zu nehmen, um sich oder
irgendetwas auf ihn zu projizieren. Oder genauer, sie benutzen ihn als
Medium. Sie benennen ihn, erfinden damit Stellen & Orte und benehmen
sich in diesem Raum damit identifikatorisch. Das heiszt, Raum ist nicht
a priori einfach da, er wird permanent codiert, und wirkt permanent
codierend. Das kann z.B. gut aus Christoph Columbus' Logbuch
herausgelesen werden: Ich nenne diese Bucht soundso, ich nenne diese
Insel soundso. Der sog. OEffentliche Raum existiert nicht an sich, er
ist Produkt, ein historisches, dialektisches, komplex und "irgendwie
kybernetisch". Graffitty-Writer; Piratensender und -empfaenger;
Modesampler; Kids, die mit Laserpointern herumspielen; sie eroeffnen,
indem sie auf Leute zielen, zuerst die raumzeitlichen Relationalgefuege,
die aus Zwischenraeumen bestehen. Alles was mit Begegnung, Treffen,
Kommunikation zu tun haben koennte wird entsprechend fraktal. Es
zerfaellt demnach kein Ganzes, sondern es gibt immer schon nur Teile.
Computern, als Medium des Als ob, kommt ein aehnlicher Status zu, ihre
Medialitaet ist der technische Entzug ihres Status, der nur durch
Bezugnahmen zum Simulierten entstehen kann. Handys, Mobilfunktelefone,
drehen diese offene Diskursstelle um. Sie verdichten medialen
Raum, weil sie ihn auf bestimmte Funktionsweisen komprimieren und
gleichzeitig durch die Erhoehung von Effizienz erweitern, ihn
intensivieren. Davor hatte der Staat 1999/2000 in Wien, und 2001 in
Goeteborg Angst, und damit wollen die Unternehmen ihren Marktanteil jetzt
vergroeszern. Wenn Gadgets wie Mobiltelefone metaphorisch an Phantasmen
wie den AEther, die Noosphaere oder den Frequenzsee angeschlossen werden,
dann werden sie ideologisch und soetwas wie de-codierbar. De-Codierbar als
das technisch-mediale Apriori, das sie als Divergenzmedium (?) im
Zeitalter postulierter Konvergenzen sind.

~ Kampf um Raum in Frage stellen!, denke ich. Eine Epistemologie der
Medien ist ohne Oekonomie der elektronischen Raeume nicht denkbar -
mediale Oekonomie, oder medialistische Oekonomie, oder Oekonomie der
Medien. Gibt es das schon als Disziplin? Oder, wie macht man ein
kuenstlerisches Konzept + Businessmodell aus diesem
Handy-Logo-Pseudohype?

Klar scheint, dass Raum und Machtraum medial bedingt sind und die
"Service"-Dienstleistung eine der Folgen ist. Raum und Machtraum scheinen
aber nicht verkuerzt werden zu koennen auf die technische
Globalisierungsthese, es gibt da ja noch dieses altmodische Profitstreben
und das Lifestyle-Angebot. Mit Tauschringen soll das kontrastiert werden.

SMS und UMTS-Stream, hochgradig ephemer, verboral? Die textuellen Formate
werden vielleicht nun dezentral behandelbar. An einer Straba-Haltestelle:
"Ich finde manche SMS so schoen, ich Speicher die immer ab und jetzt ist
mein Speicher voll." Cool ist, dass der museale Ethos der akkumulativen
Hochkultur damit erfuellt wird und zugleich vom Zentrum
"gesamtgesellschaftliche Kultur" abgezogen wird. Das Ganze wird
multitude, vielfaeltig, unuebersichtlich. Das hat mit Gattungen nichts zu
tun. Genres ist fuer Studenten.

Die mittlerweile konventionelle musikalische Strategie des Sampling bietet
neben verschiedenen Taktiken und konzeptionellen Tools der Subversion
auch Anschluesse an inneraesthetische Kategorien wie z.B. den Groove.
Bekannt ist hierfuer die sogenannte Ghostnote, Noten die in der
Partitur nicht auftauchen, Sound, der nicht offiziell ist, aber
dennoch gespielt wird, um den Groove in seiner Erweiterung des Taktes
erst zu sichern. Ein systemkonformes Verfahren, das zur Erhaltung der
Struktur dient, weil es nicht mit der hergebrachten Aesthetik des Groove
bricht, ihn nicht kalt bzw. maschinell, d.h. fehlerhaft macht, weil das
hoergewohnte Rascheln zwischen den Takt-Schlaegen der Snaredrum vorkommt.
Fehlt die Geisternote, also das was dem sturen Beat seiner Erweiterung
wegen hinzugefuegt wurde, aber laut Text nicht da sein duerfte, ist der
Soundtext nicht vollstaendig. (Techno-Beat war deshalb immer
unvollstaendig.)

Ich denke 1. an ein Geistermedium, das den Sound der kanonisierten
Sender vervollstaendigt, mit ihnen im Konzert also das vorspielt, was
diese im Text nicht vorsehen koennen. Das waere ein reformerisches
Korrektiv, soetwas wie ein Offener Kanal, soetwas wie Reverse
Engeneering? Man erinnere sich daran, dass auch die Geste des
gegen-die-Gebrauchsanleitung-benutzen immer nur im Programm des Mediums
arbeiten kann, selbst wenn das Programm wie im Fall des Gameboy
veraendert wurde, das ist eine unueberschreitbare systemische Grenze!
Und im Sinn einer Kritik am Modell Sender-Kanal-Empfaenger kann gefragt
werden: Bleibt die Audience erhalten? In einer groszen deutschen
Musikzeitschrift findet man im Januar 2002 die Abbildung eines jungen
Mannes und einer jungen Frau, die gemeinsam (?) Walkman hoeren
(genaugenommen sind sie mit ihren Kopfhoerern an einen CD-Player
angeschlossen); sie demonstrieren damit ein Exklusionsprinzip,
Disktinktion. Es sieht so aus wie Sex ohne Sex. Oeffentlich!
Und 2. denke ich an ein Translationsmedium, an ein Crossmedium, das
aehnlich wie es das Crossposting in verschiedenen Mailinglisten das
Schema des Sendens aufnimmt und unterlaeuft. So koennen Metasoundtexte
gebildet werden. 3. denke ich an ein schoenes Medium, das direkt wirksam
ist und privat UND oeffentlich ist: das ist ein Apparat, eine Maschine
(oder Maschienerie), die wir schon haben: Handys (moeglichst ohne die
grammatikalische Korrektheit des Plural "Handies"). Den Fetisch mal
geschenkt (damit meine ich beides, *umsonst* und mal nicht im Fokus
der Kritik!) geht das utopische Programm dann so: 'Wenn uns jetzt die
Frequenzen bald gehoeren' - faktisch wurden sie ja privatisiert und
so dem Praefix Demo (demos, das Volk) dem Konstrukt Demo-Kratie
entzogen, was dem Aufbau der Logik der Genpatentierung gleichkommt,
weil etwas, das physikalisch erst hergestellt werden muss und nicht
naturvorkommende Ressource ist, verkauft wurde - '"wenn also
dann" benoetigt niemand Lizenzen oder Erlaubnisse, weil die Knappheit
aufgehoben ist und statt Ordnung der Bandbreiten ihre Unordnung, sprich
Anarchie gegeben ist.' Wer repraesentiert denn ueberhaupt noch Volk?
Muss nicht ein anderes Instrumentarium genutzt werden, mit dem der
voelkische Begriff "Volk" abgeloest wird? Mehr Stoerung, mehr
Ghettoblaster? "Stoeren geht nicht mehr." Das Ghetto, die Venezianische
Insel der Segregation, bringt andere kulturelle Formen hervor, die dann
Mainstream werden. Ich suche also nach einer Drehung, nach einem Dreh die
Konfrontation sozialromantischer Allgemeinheit, das was Oeffentlichkeit
heiszen soll, mit der Fantasie individualistischer Radiopraxis mit Option
zur Kollektivierung zu verbinden. Das Ganze wird multitude, vielfaeltig,
unuebersichtlich.

Bei Burroughs' ist der halluzinatorische Begriff des Senders der des
Herrschers, aber der Herrscher ist dumm und kann nur senden, nie
empfangen. Die Technik "Open Space" bietet dagegen an, die Sender zu
zerstoeren und alles zu chaotisieren, um dann zu einer 'Neuen Ordnung'
zu kommen, die wiederum zerstoert wird. Der Handyverkaufer koennte
seine Subsistenz mal anders definieren und z.B. seine Frau marxistisch
Fischen gehen lassen.

Gleich gehts auf Sendung! Ich schiebe mir noch ein von
Wrigley's in den Mund, mein anti-kommunikativer Gestus. Radio mittels
Mobiltelefon zu "machen" heiszt vielerlei: Ironische primitive
Umwertung/Umdefinierung (als Prozess!) von Gadgets statt ihrer
Umprogrammierung (Stichwort: Reverse Engeneering) - vielleicht eine
Post-Futuristische Attituede, oder ist es Social Engeneering ohne
Impact?; Kritik am Brechtschen Radiomodell und am positivistischen
Sender-Empfaenger-Kommunikations-Modell seit Shannon&Weaver gleichzeitig,
aber ohne sofortige Aufhebung in Baudrillards Unmoeglichkeit der
Kommunikation jedoch mit Anteilen von "Gegenoeffentlichkeit"
(ambivalent, ambivalent); ActionResearch mithilfe der These vom "Medium
ohne Zuhoererschaft"; Herausarbeiten - auf der Basis von organisiertem
Halbwissen - und Spielen - im Sinn der These vorhandener sozialer und
des technischer Programme des Geraets - mit dem Phantasma des "Radio"
(Geisterstimmen/Geistermedium, Vernetzung, Oeffentlichkeit und
Gegenoeffentlichkeit, Piratensender, Autonomedia, Underground,
Multiplex Netzwerk) und der Fantasie des *Radio als ob* (Social Hacking,
Fake Nr. 1735, Overground, Mikromedien, Culture Jamming, Business
Modell). Eine Radiostation mit einem Handy zu betreiben heiszt ein
Translationsmedium, ein Crossmedium zu erfinden. Denn Konvergenz kann
gelesen werden als ordnende Zusammenfuehrung der Einzelmedien
(Portabler Computer simuliert Handy, Handy simuliert Radioempfaenger)
und als Zentralisierung von Medienpraxis, weil am und im Geraet die
Netzzugangs- und Konsumstrukturen aufgbeaut werden. Konvergenz ist also
nicht blosz ein techno-logisches Desiderat, sondern auch ein
etatisischer Wunsch. Ein Medium, das - wie die Rhetorik um den Computer
vorgibt - alles simuliert, ist aber selbst schon zentralistisch gedacht,
denn auch das Konzept des Computers als Rechner ist auf
Peripheriegeraete angewiesen, die ihrerseits Chipgesteuert funktionieren
moegen aber nie nur und ganz Rechner sind. Nur ein organisierter
Medienverbund schafft Kohaerenz, wenn z.B. 3d-Effekte oder soziale
Bindung hergestellt werden sollen. Aber dieser Verbund, diese
Medien-Nation schafft auch Konflikt. Diese Effekte muessen auf
ihre Moeglichkeitsbedingungen hin untersucht werden. Wird bei der
Kommunikation K statt von ihrer ewigen Funktionabilitaet von ihrer
Unwahrscheinlichkeit ausgegangen (Unwahrscheinlichkeit der
Kommunikation), dann unterliegt K nicht dem Primat ihrer
Perfektionierung, also wie sie zu verbessern sei (Stichwort: Multimedia)
- Beim Konzern Philips gilt der Slogan "Let's make things better" "dem
Rest der Welt gegenueber [als] ein Versprechen". Stattdessen wird gefragt
*wie* sie zustandekommt. Oder es wird gefragt, *wann* Kommunikation
zustandekommt. Nur Kommunikation schafft Gesellschaft, sagt der Forscher.
Kommunikation ist alles, sagt die Firma. Kommunikation ist nicht alles.
Schlieszt man seinen Radioempfaenger an eine Schaltuhr mit Randomfunktion,
gradiert man wie Cage das subjektive Verhaeltnis zu einem stoischen
Nullmedium. Dann kann man so ein komisches Training oder eine zwanglose
Uebung machen, in der die Beobachtung auftreten kann, dass weder die
Subjekte das Medium beherrschen, was immer synonym zu Demokratie gesetzt
wird, noch das Medium die Subjekte beherrscht, was oft synonym zu
Diktatur verwendet wird. "Airwaves" ist ein Kaugummi!

Matze Schmidt

http://www.n0name.de/radio.html


aus: n0name newsletter #40




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/\ "Radio"mobil
dead! von der/from transmediale.02
Berlin
5.-10. Februar/February 2002
EUR 10 / 5 per Event! Don't go?
"go public!"
Call: +49(0)170/5370633 (D1)
oder schreib SMS, wir rufen an!/
or write SMS, we call!
24 Stunden/Tag h/day
http://www.n0name.de/radio/radio_mobil.html
http://www.google.de/search?q=free+sms&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=lr%3Dlang_de

transmediale.02

Panel
SMS Encounters: Die Verdichtung von Öffentlichkeit?
Donnerstag 7. Februar 2002
Haus der Kulturen der Welt
14:00 Konferenzsaal 1

SMS-Fieber - das ist nicht nur E-Speed-Lyrik zwischen zwei Leuten. Romane
und Sportnachrichten sind im SMS-Abo beziehbar. Der Afghanistan- Krieg hat
sogar die Truppenbetreuung durch SMS hervorgebracht. Kultur- und
Medienproduzenten experimentieren mit dem Privatmedium, um das
Mobiltelefon als Eingabetastatur für neue Formen öffentlicher Sendungen
zu benutzen. Seit geraumer Zeit nimmt so ein halb-öffentliches
Kommunikationsnetz vage Konturen an. TV und Radio etwa werden von
Medienaktivsten mit der privaten Fernbedienung kurzgeschlossen.
Entstehen zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit Brüche, wenn ein
privates mobiles Medium mit immobilen öffentlichen Medien kurzgeschlossen
wird?

Das Panel SMS Encounters soll das Produktionsumfeld (intermedialer) SMS-
Anwendungen beleuchten und ihren Öffentlichkeitsbegriff klären.


Key Note Speech:
Olaf Arndt, Kuenstler, www.bbm-ww.de

Panel
Alexandra Bohn, Autorin, u.a. www.spex.de
Klaas Glenewinkel, Medienproduzent, www.okb.de
Christoph Maire, CEO, www.gate5.de
Nils Röller, Medientheoretiker, www.khm.de
Matze Schmidt, Medienaktivist, www.n0name.de

Eine Kooperation von Berliner Gazette + Media Arts Lab/Künstlerhaus
Bethanien

http://me.in-berlin.de/~transmediale/de/02/event.php?id=14




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/\ "Radio"mobil
Communication is not everything
live! from Ex-Cellularshop
Kottbusser Damm 81, Berlin
Germany
+49(0)170/5370633 (D1)
Wed, 30 January 2002
14 h CET

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/\ "Radio"mobil
Kommunikation ist nicht alles
live! aus dem Ex-Handyladen
Kottbusser Damm 81, Berlin
0170/5370633 (D1)
Mi., 30.1.2002
14 Uhr MEZ


"Kommunikation ist" nicht "alles" (sorry!, in german only)

Die oekonomische Frage nach den Rundfunklizenzen wird
immer nur marktpositivistisch gestellt, Rund-Funk-Fantasien
des Users werden als Passiva und nicht als Aktiva gehandelt.
Die alte Forderung nach Bandbreite scheint eingeloest?
Werfreies Handeln, ohne im Konkurs des Gewinn/Verlust-Schemas
zu bleiben, gilt als undenkbar. Die Krise zeigt: von zwei
Handylaeden steht der zweite schon leer. Wie machen medial-
oekonomische Zusammenhaenge die "Unwahrscheinlichkeit von
Kommunikation" sichtbar & hoerbar? Was gibt es noch, ausser
K-Fragen?
live!Sendung + Fotoshooting, kein In Memoriam Pierre Bourdieu,
1.000.000 mal iX !

NEW!
         "My first "RADIO" T-Shirt"
         designed by X in unlimited Edition
         Size: L (White, handeddinged)
         Extra Price 10,- EUR
         -> tshirts@n0name.de

radio@n0name.de




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"Radio"mobil
Frequenzpornografien
Perfekte Affekte antioekonomischen
Tauschs. live!
+49(0)170/537063 (D1)
Mo., 21.1.2002
21(?)-24 Uhr MEZ
3 Min. Limit

radio@n0name.de



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/\ "Radio"mobil
Irgendwo nach der Show.
Ein medientheoretischer Trip
zwischen Technik und Kultur.
19.1.2002, 12-13 Uhr
0170/5370633 (D1)



"The Mobilephonemyth"
I in the Cell(ular) or How I
Learned to Love the Gadget.
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"Radio"mobil
Radio via Mobilephone
+49(0)170/5370633 (Germany, D1)
Mon, 7 January 2002
11 am CET
Call, listen, hang up
3 Min. Limit
radio@n0name.de
http://www.n0name.de/radio.html


"Der Handymythos"
Ich in der Mobilfunkzelle oder
Wie ich lernte, das Gadget zu
lieben.
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"Radio"mobil
Radio via Handy
+49(0)170/5370633 (Deutschland, D1)
Mo., 7.1.2002
11 Uhr MEZ
Ruf an, hoer zu, leg auf
3 Min. Limit
radio@n0name.de
http://www.n0name.de/radio.html



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"Radio" Mobil
Der Sender via Mobilfunktelefon
live! aus Irgendwo
"Die Zukunft der Zukunft"
... ist eine Verdoppelung des Futur III?
Eine immer schon angekommene Zukunft,
die wieder ins Kommende projiziert wird.
Wir werden es (nie) erfahren.
+49(0)170/537063 (D1)
Fr., 14.12.2001
22-24 Uhr MEZ
3 Min. Limit
radio@n0name.de

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"Radio" Mobil
Der Sender via Mobilfunktelefon
live! aus Irgendwo
"Die Zukunft der Zukunft"
... ist eine Verdoppelung des Futur III?
Eine immer schon angekommene Zukunft,
die wieder ins Kommende projiziert wird.
Wir werden es (nie) erfahren.
+49(0)170/537063 (D1)
Fr., 14.12.2001
22-24 Uhr MEZ
3 Min. Limit
radio@n0name.de


"Die Zukunft der Zukunft" ... ist eine Verdoppellung des Futur III?

"Erleben Sie die Zukunft der Zukunft" ist ein Werbeslogan aus dem Katalog "Der Club" von Bertelsmann, Weihnachten 2001. Die Sony PlayStation 2 wird darin auf S. 105 mit einer Preissenkung um 200,- (DEM) zum Supergadget des Monats. Der paradoxale Satz (wie koennte es eine noch zu erwartende zweite Zeit in der Zeit geben?) oeffnet ein neues, wenn auch bereits bekanntes grammatikalisches Feld innerhalb der Zeitformen ("Tommorow's Technology Today" wurde um 1999/2000 zum stehenden Begriff in der Werbebranche) - fiktionale Grammatik, futuristische Metaphorik: Futur I ist das prospektive Morgen; Futur II ist die retro-prospektiv abgeschlossene Zukunft; Futur III ist das Morgen Heute, die bereits angekommene Zukunft, das heiszt, Zukunft wird eine Art Autonomie zugeschrieben, sie kommt, sich aktiv bewegend, auf uns zu, ein Zeitreisemotiv, aber die Zeit reist selbst; das Futur 0 waere die Vergangenheit der Zukunft (Jule Vernes, 2001: Odyssee im Weltraum, Star Wars, etc.) und das Futur IV schliezlich ist vielleicht ein Speziallfall des Futur III und seine Verdopplung. Die Zukunft einer Zukunft, die bereits angekommen ist. Wobei die Zukunft dieser bereits angkommen Zukunft ebenso bereits angekommen ist, weil sie erlebbar geworden sei.

"Zukunft" scheint nach dem mit ihm konnotierten und ineinsgesetzten magischen Datum des Millenium diskreditiert und unmoeglich geworden. Im Futur IV ist das Terrain der Gegenwart als ein Futur III (eine Zukunft, die bereits angekommen ist) vorausgesetzt. Zukunft = Gegenwart. Wobei - in der Logik der unmoeglich gewordenen Zukuenftigkeit nach 2000 - ein revolutionaeres Ding, z.B. eine Maschine, diese Zukunft-Gegenwart abermals zu verzukuenftigen vermag, die Zukunft ist gerettet. Eine immer schon angekommene Zukunft, die mit ihrer eigenen, jedoch noch nicht ganz erreichten Zeitform konfrontiert wird. Zukunft wird verdoppelt. Eine schon angekommene Zukunft, um ihre Reflexionsform erweitert, die diese erste negiert, wird wieder ins Kommende projiziert. Eine schon angekommene Zukunft, deren eigenes Futur gebildet wird! Ist die Zukunft der Zukunft also gar keine Verdopplung sondern eine Teilung? Wir werden es (nie) erfahren. Weil wir es schon erfahren haben! ...




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"Radio" via Mobiltelefon
"Airwaves"
Neue Aetherfantasien des selbsorganisierten
Subjekts. "Koerperliches Training zum Beispiel
foerdert die Entwicklung neuer Nervenzellen im
Gehirn."
Not sponsored by Wrigley's
+49(0)170/537063 (D1)
Do., 6.12.2001
13-15 Uhr
radio@n0name.de



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/\ "Radio"
live! via Mobiltelefon 1
"Was ist ein informationelles UFO mit einer Tuer,
die ein Raumschiff ist?"
Ueber Hier und Da, Oeffnungen, die RAF, und den
Kommunikationsguerilla-Killerbot
3 Min.-Sendestuecke
Dienstag, 27.11.2001
21-24 Uhr MEZ
+49(0)170/5370633 (D1)

Copyright (?) © 2001 "RADIO"

Last modified: Mo., 03.07.2006 11:19